Im letzten Jahr wurde die WVI mit dem Aufbau des Verkehrsmodells für den Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) beauftragt. Das Verkehrsmodell deckt flächenmäßig das Verbundgebiet der Länder Berlin und Brandenburg sowie den verkehrlichen Einzugsbereich aus den angrenzenden Bundesländern sowie aus dem Nachbarstaat Polen ab. Mit mehr als vier Millionen Fahrgästen, die täglich die Verkehrsangebote aus Bus und Bahn der im Verbund organisierten Verkehrsunternehmen nutzen, gehört der VBB zu den größten Verkehrsverbünden in Europa.
Wir sind sehr stolz, dass wir diese Modellierungsaufgabe angehen dürfen. Nach einer umfangreichen Datensammlung und dem Aufbau des Berechnungsmodells steht nun die modellhafte Nachbildung des aktuellen Verkehrsgeschehens in den Verkehrsmitteln des VBB an. Das Modell berücksichtigt dabei die werktägliche Mobilität der Bewohner im Verbundraum sowie der Besucher aus dem angrenzenden Umland mit dem ÖV oder dem MIV. Der Fuß- und Radverkehr wird zur vollständigen Abbildung des Mobilitätsverhaltens ebenfalls mitgeführt. Aufbauend auf dem Analysemodell wird ein Prognosenullfall 2040 berechnet, bei dem die Einwohnerentwicklung sowie die geplanten und beschlossenen Angebotsveränderungen im SPNV sowie für die Straße berücksichtigt werden.
Die Ermittlung der Verkehrsnachfrage der Bewohner erfolgt im Verkehrsmodell mit dem Wegekettenansatz von VISEM. Dieser Ansatz wird von uns seit vielen Jahren in städtischen, regionalen und landesweiten Verkehrsmodellen angewendet.
Der Aufbau des Verkehrsmodells erfolgt gemeinsam mit unserem geschätzten Partner SSP Consult Beratende Ingenieure GmbH, von dem die Teilmodelle zum Tourismusverkehr, den Wirtschaftsverkehren und den externen Verkehren verantwortet wird. WVI kümmert sich um den Modellaufbau, die Abbildung des Angebots im ÖV sowie die Kalibrierung des Landesverkehrsmodells.
Die Übergabe des Landesverkehrsmodells und der Ergebnisse aus Analyse und Prognose an den VBB ist im Frühjahr 2026 geplant. Die Laufzeit des Gesamtprojektes reicht bis Anfang 2027.